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Obiralmhütte Meierhof – erfrischend anders

Veröffentlicht am 27. März 2015 von

Urlaub am Bauernhof ist anders, erfrischend anders! Und das spürt man bereits bei der Anreise. Eine atemberaubende Kulisse offenbart sich, und man merkt sofort: Die Hektik und den Stress lässt man mit jedem Meter hinter sich.

Zugegeben – wir machten uns anfänglich Sorgen, ob unser Navi uns richtig zum Zielort lotsen würde. Denn am Land hat man es ja nicht so mit der Beschilderung, dachten wir. Im Nachhinein betrachtet hätten wir nicht einmal ein Navigationsgerät gebraucht, so leicht fanden wir hin. Bei der Obiralmhütte Meierhof, unserer Wohlfühloase für die nächsten zwei Tage, angekommen, spürte man sofort dieses „gewisse Etwas“. Unsere Gastgeberin begrüßte uns sehr herzlich, und man hatte irgendwie das Gefühl, als würde man die Dame schon länger kennen. Dann der Check-In. Keine unaufrichtigen Floskeln. Dafür Herzlichkeit, und alle Infos die man so braucht. Beispielsweise zum richtigen beheizen des offenen Kamins, aber dazu kommen wir noch. Nun, da die Formalitäten erledigt waren, legten wir endgültig die letzten Reste der Alltagshektik ab. Einmal tief durchatmen, damit sich die Lunge bis in die entferntesten Lungenbläschen mit dieser herrlich frischen Bergluft füllt. Dann ein erster ausgiebiger Blick über die Karawanken. Es ist ein unglaubliches Gefühl, das einen da erfasst, wenn man auf dieser abgeschiedenen Alm – weit und breit ist kein Nachbar zu entdecken – diesen traumhaften Ausblick genießt.

Jetzt aber rein in unser Wochenenddomizil. Die Hütte ist großzügig bemessen und sehr ansprechend eingerichtet. Kurzum: Man fühlt sich wohl. Es ist fast wie zu Hause. Was uns anfangs gar nicht so bewusst war, ist, dass man dort oben alle technischen Geräte links liegen lässt. Als wäre man in eine andere Zeit eingetaucht. Stattdessen reißt man die Balkontür weit auf, um die Natur zu spüren, und das in jedem Atemzug. Zuvor haben wir natürlich unsere Lebensmittel, die wir für den Kurzurlaub mitgebracht haben, aus dem Auto geräumt. Ein Bisschen praktisch muss man dann doch denken, auch wenn es einem ob der Kulisse, in der man sich befindet, nicht gerade leicht fällt. Dann aber der erste Kaffee auf der Terrasse. Diese traumhafte Stille, die man innerlich schon so lange vermisst hat! Das haben wir so richtig genossen, dieses Besinnen aufs Wesentliche und den Alltagsstress hinter sich lassen. Man glaubt ja selbst nicht, wie gut das einem tut.

Nach einer kurzen Pause hat uns aber der Tatendrang erwischt. Wir wollten mehr von der Alm sehen, und haben uns sogleich auf Entdeckungstour begeben, um das Gebiet um die Hütte zu erkunden. Diese Unberührtheit der Natur und diese Weite laden förmlich zum Spazieren und Wandern ein. Genau in diesem Moment erfreute ein herzhafter Schluck aus der Quelle vor der Hütte den Gaumen mehr, als es ein prämierter Wein wohl im Stande gewesen wäre. Nach der Erkundung wieder zurück in die Hütte, denn ein leerer Magen wandert nicht gern. In der hervorragend ausgestatteten Küche finden wir alles, was wir als Selbstversorger so brauchen. Und sogar noch einiges mehr.

Ursprünglich hatten wir vor, unsere Tour nun fortzusetzen. Wir haben uns dann doch eine Sonnenpause bis zum Abend hin gegönnt. Es ist ein erstaunliches Farbenspiel, was sich einem da darbietet, wenn die Sonne langsam hinter die Karawanken abtaucht. Mit dem Abend wird es dann auch etwas kühler, der ideale Zeitpunkt also, um sich in die wohlige Hütte zurückzuziehen. Vor dem offenen Kamin ließen wir es uns weiter gut gehen. So ein Feuer ist aber auch ein Naturschauspiel für sich! Normalerweise würde bei uns zu Hause der Fernseher um diese Zeit laufen. Dann hätten wir vermutlich auch noch ein Tablet, wenigstens aber das Handy, in der Hand, um beim Weltgeschehen auf dem Laufenden zu bleiben. Hier oben auf der Obiramlhütte ist alles ganz anders. Alle Alltagssorgen scheinen hier oben unendlich weit weg. Als Abendprogramm reicht uns das romantische Knistern des Kaminfeuers. Dazu ein Gläschen Wein, und die Welt ist in Ordnung. Wer mit der Familie anreist, für den haben die Gastgeber übrigens eine tolle Auswahl an Brettspielen vorbereitet, und auch Bücher liegen bereit.

Für uns standen aber zwei Tage voller Entspannung und Zweisamkeit auf dem Programm. Kein Handyklingeln, keine E-Mails und schon gar kein Facebook. Wenn wir da nur an die große Liegewiese, oder die Lagerfeuerromantik vor der Hütte zurück denken, die dazu einladen, seine Gedanken einfach mal schweifen zu lassen. Wer sich einen solchen Urlaub nicht zwischendurch mal gönnt, der verpasst etwas. Denn in all der Hektik des Alltags vergessen wir oft, wie schön es ohne Stress sein kann. Die Wanderung auf den Hochobir war ebenfalls ein absolutes Highlight dieses Urlaubs. Es war nämlich keine Bergbesteigung der gewöhnlichen Art. Früh morgens, nein eigentlich doch eher in der Nacht, ging es für uns raus aus den Federn, und hoch auf den Berg. Unsere Belohnung für dieses frühe Aufstehen war der unglaublich atemberaubende Sonnenaufgang. Von hoch oben blickten wir auf die Täler vor uns, die sich langsam mit Sonnenlicht füllten und darin erstrahlten. Das war jede der nicht ausgeschlafenen Sekunden mehr als wert!

Wir haben die Obiralmhütte Meierhof zu zweit besucht, und es war schlicht und einfach perfekt! Aber wir können uns sehr gut vorstellen, dass man auch mit einer größeren Runde viel Spaß haben kann. Egal ob zweisam, mit Freunden oder mit Familie – diesen Urlaub vergisst man nicht so schnell. Wir kommen bestimmt wieder, um dieses einzigartige Ambiente „unserer“ Almhütte zu genießen.

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