Kärnten Blog

Herrn Norberts Gespür für das Eis

Veröffentlicht am 04. Januar 2012 von

Schnee hin, Schnee her, im Winter verwandelt sich der Weissensee zum europäischen Zentrum des Natureislaufs.

Gefragtester Mann in dieser Zeit ist Norbert Jank, der Eismeister. Auf dem spiegelglatten 6,5 Quadratkilometer großen „Spielplatz der Natur“ geben sich Eisläufer, Eisschnellläufer, Hockeyspieler oder Eisstockschützen alljährlich ein Stelldichein. Dass eislaufsportbegeisterte Einheimische, Niederländer und Urlauber das berühmte Spiegeleis auch richtig genießen können, dafür sorgt Norbert Jank.

Die Arbeit.

„Der Norbert macht das schon“, heißt es in der kalten Jahreszeit rund um den See. Und „der Norbert“ ist rund um die Uhr am Eis unterwegs. Inzwischen helfen dem Eismeister auch die beiden Söhne Bernhard und Norbert. Die tägliche Arbeit wie das Hobeln, Kehren und Scheeräumen auf den Bahnen mag eintönig wirken, für den Eismeister hat sie in 43 Jahren nichts an Faszination verloren.

„Mich treibt`s aufs Eis, treibt`s vorwärts. Die Arbeit macht mir Freude“, beschreibt Jank sen. die drei Monate, in denen er „von früh bis in der Nacht“ am Eis ist. „Man darf nicht auf die Uhr schauen“, ist alles was der Neusacher zu seinem Eisalltag zu sagen hat. Der Pionier. 1968 hat für Norbert Jank alles begonnen.

Die erste Kärntner Doppelsesselbahn am Weissensee eröffnete und der Wintertourismus kam in Schwung. Jank baute sich damals einen Pferdeschlitten für fünf bis sechs Personen und betrieb den ersten Pferdeschlitten für Gäste. „Dadurch, dass die Straßen aper wurden, begann ich das Eis am See zu nützen“, erinnert sich Jank. Damals hat sich niemand mit dem Eis beschäftigt. „Ich machte mir selbst Wege und schaute, ob das Eis hält, beobachtete die Witterung.“

Die Erlebnisse.

Die Geburtsstunde als Eismeister vom Weissensee erlebte Norbert Jank 1987. Das Jahr wird er wohl nie vergessen. Einen Monat lang wurde am Weissensees der James Bond Film „Ein Hauch des Todes“ gedreht. „Die Crew suchte jemanden, der sich mit dem Eis auskannte, noch war ja offiziell niemand zuständig“, weiß Jank, „es war ein Erlebnis fürs ganze Tal“. 1988 kamen zwei Holländer auf den Eismeister zu und bereits 1989 kamen zur gemeinsamen Veranstaltung 1.000 Personen, statt der erwarteten 500. Das Spiegeleis des Weissensee hatte Europa erobert. Heute finden, neben vielen anderen Veranstaltungen, vier Volksläufe am Eis statt.

Die Nachfolger.

Mit den Pferdekutschenfahrten hat Norbert Jank 1997 aufgehört, seine ganze Aufmerksamkeit gehört im Winter dem Eis am Weissensee. Unterstützt wird der achtfache Großvater von seinen beiden Söhne. Bernhard verbringt inzwischen jede freie Minute mit dem Vater am Eis, lernt von ihm, profitiert von seiner jahrzehntelangen Erfahrung. Jank beobachtet das Eis, zeichnet zugefrorene Stellen auf einem Plan ein. „Das Eis muss man erleben“, erklärt Jank senior, „man kann die möglichen Gefahren nirgendwo nachlesen“.

Das Eis muss vieles aushalten, die Läufer und die schweren Maschinen. Infos zum Eislauferlebnis in Kärnten findet man übrigens auf www.kaernten.at und auf www.naturarena.com. Videos vom Weissensee sind hier und hier zu finden.

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