Kärnten Blog

Abseits von Almhütten und Lederhosen

Veröffentlicht am 09. Januar 2009 von

Das erste Mal verschlug es mich im Sommer 2006 nach Kärnten. Seit fast einem halben Jahr führte ich eine Fernbeziehung mit einem Klagenfurter und da mich mein Freund bereits einige Male in Deutschland besucht hatte, wollte ich nun endlich Österreich kennenlernen.

Schleppe Almkirchtag 2008

Als ich mich Ende Juli 2006 in einen Flieger nach Klagenfurt setzte, wusste ich nicht, was mich in Kärnten erwarten würde. Mein Bild von Österreichern war sehr stark geprägt von Vorurteilen. So dachte ich, die Österreicher sind Leute, die in Lederhosen auf der Alm stehen, Ziegen hüten, in Almhütten hausen und den ganzen Tag Ski fahren.

Doch schon nach den ersten paar Minuten in Klagenfurt, war ich fast ein bisschen enttäuscht, denn Österreich ist gar nicht so viel anders als Deutschland. Hier ein paar Unterschiede ich bemerkt habe:
Die Ampeln blinken (Grünphase auf Rot), es gibt viel mehr Zebrastreifen, die Ladenöffnungszeiten sind kürzer (sehr gewöhnungsbedürftig), das Benzin ist billiger und die Menschen in den Geschäften grüßen immer sehr freundlich mit „Grüß Gott!“.

Auf allen Fahrten, die wir durch Kärnten machten, fielen mir immer wieder die vielen österreichischen und kärntnerischen Fahnen auf, die ständig präsent waren. Aber es gab auch Fensterläden in rot-weiß-rot, rot-weiß-rot gepflanzte Blumen und kleine Schilder wie „Zimmer frei“ mit einem rot-weiß-roten Hintergrund. Das, was bei uns in Deutschland zu Zeiten von WM und EM Programm ist, liegt hier an der Tagesordnung. Und man merkt: Die Österreicher sind schon ein recht stolzes Völkchen.

In meinen ersten drei Wochen habe ich sehr viel gesehen und kennengelernt. Aber es blieb nicht bei einem Kärntenbesuch. Insgesamt habe ich Kärnten schon in jeder Jahreszeit gesehen, wobei ich den Sommer bisher am schönsten fand. (Man muss dazu aber sagen, dass ich noch nie Skifahren war, weshalb ich den Winter wohl nicht komplett ausgekostet hab.)

Hier sind meine Erfahrungen mit den verschiedenen Locations in Klagenfurt und Umgebung:

1. Die Klagenfurter Innenstadt

Wer nach Klagenfurt kommt, sollte sich auf jeden Fall den Lindwurm auf dem neuen Platz ansehen und sich die Sage zu Gemüte führen, die von der Entstehung Klagenfurts erzählt. Im Großen und Ganzen winden sich viele Sagen um den ganzen Raum Kärnten.

Beim Lindwurm am Klagenfurter Christkindlmarkt. ©pixelpoint/Handler

Auf eine weitere interessante Sage stößt man weiter in Klagenfurts Innenstadt: Das Wörtherseemännle. Diese Sage berichtet von der Entstehung des Wörthersees.

Aber neben dem Lindwurm und dem Wörtherseemännle hat Klagenfurt außerdem noch eine wunderschöne Innenstadt und gute, teils sogar sehr exklusive Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Die Cityarkaden auf dem Heuplatz sollen nur am Rande erwähnt sein. Bevor diese nämlich gebaut waren, war die Innenstadt belebter. Deswegen hier etwas Werbung für die schöne Innenstadt: Von der Bahnhofstraße führen verschiedene Straßen auf den alten Platz, den neuen Platz und auf den Markt. Die Innenstadt selbst ist sehr klein und überschaubar.

Exklusive Geschäfte finden Sie in der 8.-Mai-Straße:
– Sevendays: Aufgepeppte Mode für jeden Tag
– Metalshop: Mode aus der Metalszene, Band-Shirts, etc.

Und auf der Bahnhofstraße kurz nach der 8.-Mai-Straße:
– Cara: Ein Geschäft, das Mode aus Paris verkauft

Eins hätte ich fast vergessen: Den Klagenfurter Markt. Hier kann man nicht nur frische Lebensmittel einkaufen, sondern auch gleich zu Mittag essen. Da hat man doch auch gleich das Gefühl etwas Gesundes gegessen zu haben. Einen Teller voll Kletzennudeln sollte man sich nicht entgehen lassen. Was das ist? Kletzennudeln sind eine Süßspeise. Wie Maultaschen ist der Nudelteig geformt und mit einer Birnen-Zimt-Mischung gefüllt. Die Nudeln werden dann mit geschmolzener Butter übergossen. – Traumhaft!

Etwas gefällt mir an Klagenfurt nicht: Viele Straßen in der Innenstadt bestehen aus Einbahnstraßen. Das heißt also: Navi, einen Ortskundigen oder eine Stadtkarte mitnehmen.

2. Der Wörthersee
3. Der Magdalensberg
4. Das italienische Restaurant Ciao-Ciao
5. Das griechische Restaurant Dimitra
6. Steakeria-Pizzeria
7. Salud
8. Die Cocktailbar 80’s
9. Das Bongos
10. Das Casino in Velden
11. Das Stadion

Mittlerweile wohne ich in Klagenfurt. Ich bin Ende Juli 2008 – fast auf den Tag genau zwei Jahre nach meinem ersten Besuch – mit meinem Freund zusammengezogen. Nun mache ich eine Ausbildung direkt in der Klagenfurter Innenstadt, meinen Lieblingsitaliener, das Ciao-Ciao, direkt vor meiner Nase (oder eher Mund), die Straße rauf der Markt, um die Ecke Cara, Seven Days und etwas weiter die City Arkaden. Natürlich habe ich Heimweh – wer hätte das nicht? (1000km ist halt nicht gerade um die Ecke) – aber ich bin trotzdem froh, diesen Schritt getan zu haben.

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