Kärnten Blog

Die Gerlitzen. Der Villacher Ski-Alpin-Hausberg.

Veröffentlicht am 22. Februar 2014 von
http://www.youtube.com/watch?v=FJ-WUyB7xYs?list=UUejmNv98Vajjr84W96joQUg&w=560&h=315

Diesmal waren wir Kärntentracker auf einer Stippvisite auf der Gerlitzen in der Region Villach unterwegs. Auch wenn nur kurz, wird uns dieser Ausflug gut in Erinnerung bleiben. Denn er hatte alles, was man sich von einem kleinen Abenteuererlebnis wünschen kann.

Untergebracht wurden wir im Alpinhotel Pacheiner. Ein erst 2012 errichtetes und eröffnetes Hotel hoch oben auf dem Berg in 1.900m Seehöhe. Zu erreichen über die Gerlitzen Alpenstrasse. Einer. Es gibt ja mehrere. Wir nahmen die Richtige. Jene von Arriach aus. Gute 12 km ging es bergauf. Kehre um Kehre. Hoffnung um Hoffnung oben anzukommen. Mit im Gepäck jede Menge Adrenalin und 2 Schneeketten. Wie auf der Webseite des Hotels empfohlen. Christoph am Steuer. Für einen Wiener hat er sich sehr gut angestellt. Zwischen erstem und zweitem Gang pendelnd gruben wir uns nach oben. Bis fast nach oben. Leider stand uns ein Schneepflug samt Fräse im Weg. Wir mussten stehen bleiben. Aufgeben. Rückwärts fahren. Und Schneeketten montieren. Eine knifflige Angelegenheit. Aber wenn ein Italiener einem Wiener beim Montieren berät und zuschaut, dann kann nichts schief gehen. Zumindest bei einem Rad. Das zweite hat und freundlicherweise die „Spassbremse“ – also der Fahrer des Schneepflugs in weniger als die Hälfte unserer Zeit montiert. Danke.

Unser Quartier empfing uns mit offenem Mund. Wir haben zwar die Bilder im Internet gesehen, aber in echt residiert das Hotel noch kräftiger und perfekt am Berg integriert. Viel Holz, viel Glas und vor allem viel Gastlichkeit. Ich fühlte mich gleich sehr wohl.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Sonnblick Zimmer. Alpinhotel Pacheiner.

Unmittelbar nach dem Check in wurde das wichtigste getestet. Wlan! Es war vorhanden. Leider durch einen Blitzschlag außer Betrieb. Für Blogger wie wir das worst case Szenario. Hätten wir nicht Plan B gehabt. Und den hatten wir. Zimmer belegen und gleich in den Fitnessraum. Normalerweise hat dieser einen herrlichen Blick in die Berge. Normalerweise. Derzeit hat er einen Blick in den Schnee. Wie in ganz Kärnten liegen auch auf der Gerlitzen Unmengen davon. Mit Sicherheit ist der Berg um 2 Meter höher als üblich.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Chillen in der Sauna.

Nach meinem obligaten Laufpensum ging es in die Sauna. Auch diese. Neu. Schön. Einladend. Chillig. Zum Abkühlen stapfte ich mit Flip Flops durch den Schnee. Ein Flip Flop – ich glaube es ist der Flop – wird wohl erst im Frühjahr wieder das Licht der Welt erblicken. Ich musste ihn oben lassen. Die Suche und das Graben war angesichts der Schneemassen und meines Handtuchs an den Lenden sehr problematisch.

Abendessen. Tafelspitz mit Kartoffeln und Spinat. Prädikat: Ausgezeichnet. Nicht nur der Geschmack. Ein Hauch von romantischem Dinner auf 1.900m. Mir hat es vorzüglich geschmeckt. Als Draufgabe nach dem Essen gab es eine Führung durch die hoteleigene Sternwarte. Mit einem Teleskop, das wohl alle Stücke spielt. Da oben am Dach unter einer weißen Kuppel steht ein Kleinwagen mit vielen Extras. Vom Wert her. Man hätte damit den Jupiter angreifen können. Wenn das Wetter mitgespielt hätte. Oder man hätte den ISS Astronauten beim Arbeiten zuschauen können. Hätte. Es war trotzdem sehr interessant.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Sonnenaufgang Gerlitzen Gipfel.

Hüttenruhe. Wie es sich gehört. Ich ging früh zu Bett. Um für den Sonnenaufgang fit zu sein. Pünktlich um 7.00 Uhr stand ich tags darauf am Gipfel. Unter mir ein riesiges Nebelmeer. Villach unterm Nebel. Das Klagenfurter Becken unterm Nebel. Vor mir die Karawanken und Julischen Alpen mit einem mächtigen kaum übersehbaren Mangart. Hinter mir die Nockberge. Die Sonne schob sich langsam über den Horizont und erhellte Sekunde um Sekunde meinen Standpunkt. Ich hielt inne. Ich tankte Kraft. Ich spürte. Mich. Und meinen Magen. Hunger. Ab zum Frühstück. Und ab auf die Piste.

Hier oben sperren die erste Anlagen bereit um 8.30 Uhr auf. So kann man als Gast des Alpinhotels Pacheiner bereits um diese Zeit als wirklich erster die bestens präparierten Pisten hinunter carven. Was ich auch tat, genoss und ein paar mal wiederholte.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Klösterle Abfahrt.

Das Skigebiet selber hat sein Facetten. Von kurzen anspruchsvollen Abfahrten bis hin zur 5 km langen Autobahn vom Berg auf 1.900 m hinunter nach Klösterle auf 1.000 m. Wer das richtige Kanten und Ziehen beherrscht, dem werden die Oberschenkel danken. Auf alle Fälle habe ich mich gut ausgetobt und die Stella Ronda ein paar mal gefahren.

Kulinariker kommen auf der Gerlitzen natürlich voll und ganz zum Zug. Unzählige Hütten und Schirmbars sind kaum zu übersehen. Speziell zu Mittag. Zu dieser Zeit tummelt sich alles was Belag und Kanten hat vor diesen. Der Platz an der Sonne ist schnell weg. Wir haben uns für die Edelweiss-Hütte unten in Klösterle entschieden. Wegen des freien Wlans. Versteht sich von selbst.

Alles hat ein Ende. Auch unser Ausflug. Die Abfahrt von der Gerlitzen war mit den Ketten problemlos und rasch hinter uns. Wir machten uns auf dem Weg nach Villach. Die nächste Station Karawankenhof und die Kärnten Therme wollten nicht warten.

Aber das ist schon eine andere Geschichte.

Für die Kärntentracker @CristianGemmato.

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