Kärnten Blog

Mountainbiken am Klopeinersee.

Veröffentlicht am 08. August 2014 von

Alle waren sie schon einmal am Klopeinersee. Die Oberösterreicher. Dort war ich beruflich ein paar Jahre. Und der Sommerurlaub ging eben an den Klopeinersee. Sogar mein Sohn war schon einmal dort. Im Promenaden Strandhotel Marolt. Weit bevor … aber das ist jetzt nicht das Thema. Der Klopeinersee. Für mich ein Begriff aus Erzählungen und Schilderungen. Der wärmste See Österreichs (ich zitiere mal unbekannterweise). Ich hatte ein Bild des Sees ohne jemals dort gewesen zu sein. Das Bild eines Sees, an dem Familien mit ihren Kindern urlauben. Familien, die eben nicht an die Adria fahren wollen.

Gut, dass mich der Ruf ereilte, als Kärntentracker zusammen mit Christoph die Region zu besuchen und zu entdecken. Meine Aufgabe? Natürlich das Thema Rad. Aus Gründen. Im Speziellen Mountainbiken. Aber schön der Reihe nach. Obwohl Christoph bereits darüber gebloggt hat, möchte ich auch etwas ausholen. Die Fahrt von Wien nach Klopein ging dank Navi problemlos. Eigentlich braucht man keines. Aber sicher ist sicher. Ausfahrt Völkermarkt. Rein in die Stadt und nicht mehr links abbiegen, sondern durch die Ortschaft. Eine neue Schnellstraße samt neuem Tunnel erspart einem die kurvenreiche Straße hinunter zum imposanten Stausee. Einmal überquert geht es Richtung Klopein. Vorbei an der neuen Trasse der Koralmbahn, die hier irgendwo im Nichts endet. Unser Ziel Seelach. Direkt am See. Wir finden schnell hin und beziehen unser Quartier. Wie es sich gehört, schnell mal etwas bummeln und schauen was es so gibt. Und es gibt genug. Vor allem Menschen. Es ist ganz schön was los zwischen den Eisdielen, Souvenierläden, Pizzerias, Radverleihen, Nightlife Lokalen und Beherbergungsbetrieben. Der erste Eindruck sitzt.

Am Abend gibt es die obligate Stärkung. Wie wählen das Mohoritsch Eck. Und speisen gediegen und ungewöhnlich. Überrascht vom Angebot und vom immer noch regem Treiben rund um uns. Bauern Pommes und ein Mochoritsch Burger. Ausgefallen garniert und serviert. Wir staunen. Nach dem Essen wird wieder gebummelt. Jetzt nehmen wir uns die neue Promenade vor. Am Ostufer des Sees. Rechts die Badeplätze der einzelnen Hotels und Pensionen, links die Pensionen mit der guten Lage am See. Von jedem Haus ertönt Unterhaltungsmusik. Eigentlich hätte Mark Pircher auftreten sollen. Aber das Wetter hat ihm wohl nicht zugesagt. So hören wir Bontempi Schlager. Den Leuten gefällt es. Es wird geschunkelt und geträllert. Eltern haften nicht nur für ihre Kinder, nein, sie tanzen mit ihren Kindern. Es sind die ganz kleinen in ihren Kinderwägen unterwegs, die etwas größeren (dürfen noch aufbleiben) und die Teens – wohl bei ihrem ersten oder letzten Urlaub mit den Eltern. Bunt gemischt. Wie das Eis, welches ich mir gönne. Um 2200 Uhr mache ich Bettruhe. Ich habe einen strengen Tag vor mir.

Seen Fitness heißt das von der Region angebotene Programm. Seen Fitness, das sind geführte MTB Touren. Aber auch Rennrad Ausflüge, Wanderungen, Schwimmen und Stand Up Paddeln. Mit Guide Charly Falke. Ein Original. Bassist in einer Rockband. Treffpunkt je nach Programm immer vor dem Tourismusbüro. Die Morgensessions beginnen um 9 Uhr. Der Clou: alle Angebote sind kostenlos. Wow! Räder gibt es auch. Zumindest solange der Vorrat reicht. Von KTM. Kosten für das Ausleihen € 5,-. Ich bekomme auch so einen Drahtesel. Mit einem Fahrradständer. Ich fürchte um mein Image. Hoffentlich würde mich keiner sehen. Schnell schraube ich die Kunstoffpedale ab und montiere meine SPD Pedale. Mein Standard. Am Programm steht eine schwere MTB Tour. So sagt es zumindest die Ankündigung.

Charly hat uns gut im Griff. Wir, das sind ein Holländer, ein Deutscher und ich. Wir radeln aus der Ortschaft hinaus, am Südufer entlang nach Unterberg und dann gleich 15% steil in den Wald. Später dann durch Feld und Wiesen weiter bis wir dann zu einem „leichten Trail“ kommen. Ca. acht Spitzkehren bei hohem Gefälle. Nicht ohne, aber machbar. Wir kommen alle heil unten an und machen uns weiter auf die Reise. Richtung Blasnitzenberg und Oistra. Eine schöne Schotterstraße mit einer Schiebepassage hinauf auf den Preverniksattel auf 1171 m Seehöhe. Von hier aus staunen wir über den Ausblick. Hinter uns Unterkärnten von oben und die Koralpe. Vor uns die Steiner Alpen. Kurzer Rast und wir machen uns auf den Weg nach Bad Eisenkappel. Durch den Wald. Zum Glück haben wir Charly. Er kennt die Wege. Wir finden sogar Eierschwammerln. Natürlich bleibe ich stehen und nehme sie mit. Keine 2 kg. Aber immerhin. Bad Eisenkappel. Unsere Bremsen können jetzt abkühlen. Wir kehren ein. Kaffee und Topfengolatsche. Es warten noch 25 km über den Radweg zurück. Vorbei am Gösselsdorfer See. Nach ca. 60 km und guten 1.000 HM sind wir wieder bei unserem Anfangspunkt. Müde und dreckig. Es hat mir sehr gefallen.

Den Rest des Tages verbringe ich dann wieder in Seelach. Zwischen Eisdiele, Kaffeehaus und Pizzeria. Die erste italienische in Kärnten. Seit 1974. Der Name Caputo klingt etwas fehl am Platz. Die Sonne zeigt sich jetzt auch und putzt den Himmel heraus. Und den See. Er entfaltet jetzt seinen Charme und seine gesamte Schönheit. Wir genießen sie auf der Terrasse des PrinceS Stranbades. Hier liese es sich schon aushalten. Und Bloggen. Denn erstmals finde ich Ladekabeln zur freien Vergügung. Das nenne ich Service. Der Zander und der Salat mit gebackenen Hühnerstreifen munden. Die Zeit vergeht beim Tratschen über Gott und die Welt wie im Flug. Spätestens jetzt sind wir am See angekommen. Etwas Nightlife (moderat versteht sich) und ab in die Heia.

Tag zwei beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am See. Ich laufe rundherum. Gute 5 km. Herrlich. Dann Frühstück und wieder radeln. Zuerst zum Kleinsee und Thurnersee und dann am Wasser. Mit einem Tretboot. Wie damals an der Adria, wo ich meinen Kinderurlaub verbracht habe. Weil ich den Klopeinersee ja nicht kannte.

Mein Fazit: Sehr netter Platz für Famlilien mit ihren Kindern (von klein bis hin zu fast von zu Hause weg). Auf der einen Seite Idylle und auf der anderen Seite reges buntes Treiben. Klein Rimini fast. Und Sportler? Diese sind hier auch gut aufgehoben. Vielleicht mit eigenem Equipment. Touren gibt es genug und Charly freut sich auf jeden. Noch etwas: Nicht weit vom Klopeinersee eröffnet am 16.8. auf der Petzen der Flowcountry Trail. Keep rocking.

Für die Kärntentracker
Cristian Gemamto

 

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