Kärnten Blog

Grenzenlos Rad fahren. Die Carnica Region Rosental im Kärntentracker-Check.

Veröffentlicht am 04. September 2014 von

Es ist zwar schon eine Woche her, aber meine Erinnerungen an den Aufenthalt im Rosental wirken noch nach. Zeit, diese auf Papier zu bringen. Denn ich habe während meines Aufenthaltes als Kärntentracker mit Christoph ganz schön viel erlebt. Seine Abenteuer hat er ja bereits ausführlich im letzten Blog geschildert. Vom kulinarischen Start mit Sissi im Gasthof Ogris mit ausgezeichnetem Fisch bis hin zu unserem Base Camp im Landhotel Rosentalerhof. Ein perfekt ausgerüstetes Bike-Hotel mit eigener Service- und Waschstation.

Was mich auch gleich zu meinem Thema bringt. Als Radler vom Dienst war es mir vorbehalten, die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Dafür wurden mir jeweils ortskundige Guides zur Seite gestellt. Guides, die auch mit ihnen fahren. Falls sie. Und das sollten sie. Zum einen eine MTB Tour auf die Klagenfurter Hütte und zum anderen eine kulturübergreifende Fahrt der Save entlang zwischen Kranjska Gora und Tarvis bis nach Arnoldstein. Aber schön der Reihe nach.

Die Klagenfurter Hütte. Vom Rosentaler Hof sind es exakt 33,5 km bis nach oben. Zuerst entlang des Drau Radweges bis Feistritz im Rosental und von dort dann ca. 13 km und über 1.000 Höhenmeter bergauf bis an den Fuß des Hochstuhls. Dem höchsten Berg der Karawanken. Klingt anstrengend. Ist es auch. Damit aber jeder in den Genuss dieser Bergfahrt kommt, gibt es im Rosentaler Hof eben diese E-Mountainbikes. Das sind Pedelec Räder, welche mit einem eingebauten Elektromotor die eigene Kraft und Tretleistung unterstützen. Man kann damit ganz schön schnell bergauf fahren. Ich habe es probiert und gefilmt.

 

Oben auf der Klagenfurter Hütte gilt es dann zu genießen. Die Aussicht, die Küche und die Abfahrt wieder hinunter. Für mich war es eine interessante Erfahrung. Natürlich habe ich aus dem E-Mountainbike ziemlich alles herausgeholt, was nur möglich war. Wen es interessiert – mein ausführlicher Bericht hier. Mein Guide mit dem „normalen“ MTB hatte keine Chance und ich in der Zwischenzeit genug Zeit oben auf der Hütte meinen Hunger und Durst zu stillen.


Statt atemlos durch die Nacht ging es für mich am Tag danach grenzenlos durch die wunderschöne Carnica Region. Zuerst sattelte ich um auf ein herkömmliches MTB. Dieses wurde samt mir und meinem Guide Alfred mit dem Rosentaler-Hof Express durch den Karawankentunnel bis ca 15 km vor Kranjska Gora chauffiert. Mit beiden Gummis wieder am Boden rollten wir leicht bergauf und entlang der Save auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Ljubljana, Jessenica und Tarvisio Richtung Westen. Der Abschnitt zwischen Mojstrana, über Kranjska Gora nach Tarvisio ist mittlerweile als Radweg ausgebaut. Eine sehr leichte Strecke, welche mit ein bischen Kondition oder auch mit einem E-Bike mühelos zu bewältigen ist. Auch weil es ab dem Grenzübergang zu Italien nur mehr bergab geht. Diese Strecke führt durch eine sehenswerte Hochgebirgslandschaft zwischen den Ausläufern der Karawanken und den Julischen Alpen. Bei Wetterglück könnte man auch das Triglav-Massiv erblicken. Mit 2864m höchster Berg Sloweniens. Ich hatte leider keines.

Perfekt zur Tour passt auch der Zwischenstopp in Tarvis. Vorbei am ehemaligen Bahnhof „Tarvisio Città“ hielten wir bei Dawit. Der Capuccino Stopp ist Teil der Tour. Die dort angebotenen Jausen Teil einer lukullischen Reise durch Italiens Antipasti. Sehr zu empfehlen. Damit auch die letzten Kilometer bis nach Arnoldstein gut gestärkt in Angriff genommen werden können. Höhepunkt dieses Streckenabschnittes ist mit Sicherheit der letzte Ausblick auf die Julischen Alpen und die Überquerung der Gailitz-Schlucht. Und falls Sie es nicht wussten: Die Gailitz ist der einzige italienische Fluss, der nach Norden fließt. Richtung Österreich. Nur so am Rande. In Arnoldstein endete die Tour und mit dem Rosentaler-Hof Express ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Was nehme ich aus diesen zwei Tagen in der Carnica-Region Rosental mit? Die Gewissheit, das ich nochmals kommen muss. Sommer wie Winter. Zu einladend waren die Karawanken. Sie wollen bewandert und bestiegen werden. Zu spürbar war die Nähe zu Italien. Dieses Feeling muss ausgekostet werden. Zu schön die Radwege. Sie müssen erkundet werden.

Für die Kärntentracker
Cristian Gemmato

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