Kärnten Blog

Grenzenlos Mountainbiken am Nassfeld.

Veröffentlicht am 28. Juli 2014 von

Grenzenlos Mountainbiken am Nassfeld. Dieser Einladung bin ich sehr gerne gefolgt. Aus drei Gründen: Erstens Mountainbiken. Ich als Rennradler habe zuletzt so einen Gaul vor ca. 15 Jahren geritten. Zweitens grenzenlos: einen Ausflug nach Italien mache ich immer gerne – ob der kulinarischen Besonderheiten. Drittens das Nassfeld: ich wollte einfach mal sehen, wie es dort ohne 4 Meter Schnee aussieht.

Während also Christoph unten im Tal von Kötschach Mauthen entlang des Radweges zum Pressegger See unterwegs war (darüber hat er ja berichtet), tobte ich mich mit Ricky von NTC Sölle am Berg aus.

Zuallererst ging es einmal zum Ausfassen eines MTB. Was bei NTC Sölle direkt an der Talstation des Millenium Express einfach und ohne Problem vonstattengeht. Dann meinte Ricky, wir würden mit der Bahn (Gondel/Millenium Express) nach oben fahren. Mit der Bahn? Ja. Mit der Bahn. Hat man in der Region Nassfeld eine +cardPREMIUM, sei diese bequeme Aufstiegsart kostenlos. Fein. Aber ich wäre schon gerne mit dem MTB hinauf gefahren. Zum Glück habe ich mich tags zuvor mit dem Rennrad ausgetobt und bin zum Kaffee trinken auf die Sonnenalpe hinauf gefahren.

Während der Auffahrt mit der Gondel erzählte mir Ricky viel über das Nassfeld. Viel über die Möglichkeiten, die hier geboten werden. Sommerrodeln, Klettergarten, Flying Fox, Aqcua Trail … um nur ein paar zu nennen. Wow. Denke ich mir. Ob man hier auch wandern kann? Natürlich, versicherte mir Ricky. Ich bin beruhigt. Denn ganz erhlich, das würde ich hier sehr gerne machen. Vom Gartnerkofel bis hin zum Rosskopf und Trogkofel. Gemütlich. Entlang der vielen Wander- und Trailrouten. Vorbei an Hütten. Total entspannt.

Ich war aber nicht zum Entspannen da. Also ging es mit dem MTB single trailed (so nennt man das) über Stock und Stein, Wiesen und Felder, kreuz und quer stets abwärts. Vorbei an urigen Hütten wie die Rossalm oder an einladenden Ferienhäusern unterhalb der Tressdorfer Alm. Und wenig später dann wieder hinauf. Mit dem Gartnerkofellift. Trotz schöner Schotter- und Forststraßen. Mein Herz blutete. Oben wieder ein herrliches Panorama. Man konnte die Adria fast riechen, ist sie ja keine 200 km entfernt. Luftlinie. Direkt beim Ausstieg die berühmte Berghex. Ja genau die Berghex. Und ein großer Spielplatz mit zauberhaften Holzfiguren. Wäre ich ein Kind …

Bin ich aber nicht. Also runter. Hinten runter Richtung Ofenalm. Wir passierten hier die Grenze zwischen Italien und Österreich. Und wir passierten eine der steilsten und schwierigsten Trailpassagen. Zum Glück habe ich mal gelesen, dass man in solchen Fällen beim MTB den Sattel etwas tiefer stellen muss, um den Schwerpunkt nach hinten verlagern zu können. Zum Glück. Mein MTB Techniktraining dauerte nicht lange. Es ging jetzt nämlich bergauf (ja! bergauf! Juhu). Die Auerniggalm musste erreicht werden. Endlich kam ich leicht ins Schwitzen. Leicht.

Immer noch in Italien mussten wir natürlich auch eine kurze Rast einlegen. Nicht wegen der Kondition, nein wegen der Kulinarik. Vorbei bei „Livio“ stoppten wir bei „Fausto“. 12.00 Uhr Mittag am Nassfeld. Mittagessen in Italien. Grenzenlos eben. Ricky ließ mir die Wahl. Gemischter Aufschnitt oder eine Pizza. Ich fragte nach Steinofen. Ricky meinte elektrisch. Ich war skeptisch. Er beruhigte mich. Zu recht. Die Pizza mit frischen Tomaten- und Mozzarellastücken, Parmaschinken und Rucola war elektrisch gebacken, aber steinofenfrisch knusprig. Chapeau. Muss man sagen.

Der Nachmittag brach schon herein. Und die Sommerodelbahn wartete. Als Ad on. +cardPREMIUM sei Dank. Also nochmals mit dem Lift hinauf und ab in die Warteschleife. Ich erahnte, was da im Sommer los sein könnte. Nach ca. 15 Minuten in Nassfelder Zugluft nahm ich am Pendolino Platz. Es ging los. Beuteln hin. Beuteln her. Ich hatte das Gefühl aus den Kurven zu fliegen. Aber sowohl die Rodel selber als auch der Gurt hielten mich fest und bei Laune. Denn es machte Spass. Viel mehr Spass. Als irgendwas.

Glücklich wie ein kleines Kind stieg ich dann nochmals auf das MTB. Leider war die Bike Giro Strecke gesperrt. Es wurde für den Winter was hergerichtet. Wir mussten die Straße nehmen. Auch kein Problem. Vollgas runter. Das Segway wartete. Eine Premiere für mich. NTC Sölle eben. Hat alles was man so für ein wenig Action braucht. Auch wenn die Natur am Nassfeld diese Action sowieso schon hätte. Für mich zumindest.

Nach einer Einschulung geht es schon hinaus in die Botanik. Diese Dinger flitzen bis zu 20 km/h und klettern recht brav auch steilere Böschungen hoch. Machte Spass. Zumindest die ersten 45 Minuten. Dann lag ich am Forstweg. Selber schuld. Mein Steißbein. Ich küsste den Hermagorer Boden. Als Kärntentracker muss man ja alles testen.

Summa summarum bietet das Nassfeld (von unten Talstation bis oben am Berg) im Sommer viel Natur. Was mir genügen würde. Wanderwege, Hütten, Kulinarik. Und es gibt auch noch Aktion. Für Kleine, klein gebliebene und Große. Je nachdem wie hoch man den Adrenalinspiegel steigen lassen will.

Grenzenlos Mountainbiken bietet nicht jede Region. Deshalb mein Plus für das Nassfeld.

Für die Kärntentracker @CristianGemmato.

PS: Auf alle Fälle nach der #cardPREMIUM fragen. Hat viele Vorteile. Falls man diese braucht.

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