Kärnten Blog

Geführte Radtouren in und rund um Klagenfurt am Wörthersee.

Veröffentlicht am 20. Juli 2014 von

Wieder einmal waren wir Kärntentracker unterwegs. Diesmal besuchten Christoph und ich die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Nicht, dass wir noch nie dort waren. Ganz im Gegenteil. Doch dieser Besuch sollte ein ganz spezieller werden. Geführte Radtouren – das Thema unserer Checkvisite.

Also machten wir uns auf den Weg. Wien – Klagenfurt. Über die S6. Die ist nicht so langweilig wie die A2. Die Pack ich nicht. Untergebracht waren wir dieses Mal im Hotel Zlami Holzer. Ein ***Haus nur 5 Gehminuten vom Alten und Neuen Platz. Also mehr als zentral gelegen. Das Haus in seit Generationen (liest man so) familiär geführt. Es hat einen großen Parkplatz im Hinterhof. Nur die Einfahrt ist etwas eng. Laut Junior Chefin passt aber ein Audi Q7 locker rein. Zum Glück haben wir diesen nicht. So bleibt uns erspart den Beweis dafür zu liefern, dass das auch stimmt. Das Angebot Zimmer mit Frühstück reicht, denn Klagenfurt bietet jede Menge kulinarische Hotspots. Diese haben wir natürlich auch streng nach #foodporn Kriterien unter die Lupe genommen. Christoph, Kulinariker vom Dienst hat darüber bereits ausführlich gebloggt. Die Osteria dal Conte und das Gasthof zum Heiligen Josef hatten es uns neben den vielen Kaffeehäusern am Alten Platz angetan. Zum Eis schlemmen machten wir stets einen kleinen Umweg zu TuttiFrutti. Als Italiener weiß ich, was ein Eis können muss. Aber genug zum Essen. Ich fokussiere meine Schilderungen wieder auf das Thema Rad. Mein Fachgebiet und Hobby. Betreibe ich ja einen eigenen Blog zum Thema Radfahren.

Seit Juni gibt es im Tourismusbüro am Neuen Platz das Angebot, geführte Radtouren in und rund um Klagenfurt zu buchen. Rad und Kulinarik – wir waren gespannt. Überpünktlich standen wir kurz vor 10 Uhr und nahmen unsere Räder in Empfang. Denn diese können gleich mit ausgeliehen werden. „I bin da Sigi“ und „i bin die Carmen“ – unsere Guides waren auch schon an Ort und Stelle. Zwei, die mit der Stadt und dem Umfeld auf Du und Du sind. Sigi mehr für das Umfeld. Carmen kennt dafür jeden innerstädtischen Radweg. Mit ihnen sollten wir die nächsten 4 – 5 Stunden verbringen. Denn so lange dauert eine Tour. Maximal 3 Stunden davon am Drahtesel – hat mir Carmen versichert. Die restliche Zeit verbringt man mit schauen, zuhören, Pausen machen und natürlich mit Gaumenfreuden. Kurzer Rädercheck. Und schon ging es los. Für mich ungewohnt. Da ich normalerweise Rennräder sattle. Das Sitzen auf so einem gepolsterten komfortablem Citybike flößte mir mächtig Angst ein. Diese Angst war nicht unberechtigt.

Derzeit stehen 3 Touren zu Auswahl. Die erste führt in den Norden von Klagenfurt. Eine kleine Zeitreise in die Geschichte der Stadt. Entlang der Glan geht es bis nach Maria Saal. Vorbei am Herzogstuhl und dem Kärntner Freilichtmuseum. Das Highlight ist mit Sicherheit der imposante Maria Saaler Dom. Die Route ist überwiegend flach und lässt sich leicht treten. Ein kleiner Anstieg hinauf nach Maria Saal wärmt die Muskeln – rechtzeitig vor der ersten kleinen Einkehr in einer exzellenten Konditorei direkt am Dorfplatz von Maria Saal.

Da wir aber volles Programm hatten (2 Touren in 1 Tag), hielten wir uns nicht lange auf. Den Dom haben wir natürlich besucht. Das sollten Sie auch. Nächster Halt die Ebenthaler Wasserfälle. Das ist dann auch die 2 Tour. von Klagenfurt Stadt zu den Quellen. Eben die Ebenthaler Wasserfälle und die wunderschöne Glanfurt, von den KlagenfurterInnen auch Sattnitz genannt. Die Glanfurt ist der Abfluss des Wörthersees und fließt dann in die Glan. Die Glan wiederum fließt in die Drau, die Drau in die Donau, die Donau … Die Ebenthaler Wasserfälle sind ein Juwel. So zumindest habe ich sie erlebt. Anscheinend findet man dort Relikte aus der Steinzeit. Mit festem Schuhwerk und etwas Trittsicherheit kann man sich ganz nah an den Wasserfall heranpirschen und ihn fast angreifen. Neben der Glanfurt ist auch das fast 100 Jahre alte Kalmusbad mit dem dazugehörenden Gasthof ein Besuch und Stop wert. Die leckere Jausenkarte lädt dort ein, verschiedene belegte Brote mit viel Zwiebel zu probieren. Jeder Tour startet und endet am Neuen Platz vor dem Tourismusbüro. Die Möglichkeiten die Touren zu verlängern sind vielfältig. Beispielsweise vom Kalmusbad nach Maria Loretto direkt an den Wörthersee. Wir hatten uns für eine Abkürzung entschieden. Den See wollten wir uns auf den nächsten Tag aufheben.

Der nächste Tag war dann auch Tour 3. Mit Schwerpunkt Wörthersee. Entlang des Lendkanals, vorbei an der Steinernen Brücke (die älteste Brücke Klagenfurts) geht es bis in die Klagenfurter Bucht. Hier zeigt sich der Wörthersee von seiner schönsten Seite – auch weil die Tour bis nach Krumpendorf führt. Hier zeigt sich auch der Charm von Klagenfurt. Im Sommer radeln hier Hunderte KlagenfurterInnen zum See. Der Radweg zum See ist die Radfahrersüdosttangente Östereichs. Noch vor 2 Wochen bin ich diese Strecke beim Ironman Austria insgesamt 2x auf und abgelaufen.

Nach dem obligaten Stop in der Klagenfurter Bucht samt Fotoshooting machten wir uns weiter auf den Weg, die Tour zu erkunden. Vorbei am Schilfgürtel mit Blick auf die Karawanken und dem türkis farbenen Wassers. Ein Anblick, der einfach zum Verweilen schrie. Was wir auch gemacht haben. Vollgepackt mit Seenluft für Körper, Geist und Seele hieß es jetzt anspruchsvollere Wege zu nehmen. Es ging auf Höhe Schrottrum über die Hallegger Straße vorbei an den Hallegger Seen um das Kreuzbergl zum wunderschönen Schloss Falkenberg. Hier laden einige Schmankerl und die idyllische Umgebung zum Verweilen ein. Zurück ging es dann vorbei an der Brauerei Schleppe hinunter auf den Glanradweg in Richtung Stadtmitte. Der Weg führt vorbei am Haus, in dem die berühmte Schriftstellerin Ingeborg Bachman ihre Jugendzeit erlebte. Ihr wurde der Bachmann-Preis gewidmet, einer der wichtigsten literarischen Preise im deutschprachigem Raum. Der Preis wird jählich in Klagenfurt vergeben. Wie auch tags zuvor endete die Tour am Neuen Platz.

Mir persönlich hat es sehr viel Spass gemacht, die Touren in und rund um Klagenfurt zu fahren. Weil ich Klagenfurt von einer Seite kennengelernt habe, die ich nicht kannte, obwohl ich schon mehrmals vor Ort war. Ich kann nur jedem Besucher der Stadt empfehlen, sich Sigi und Carmen anzuvertrauen. Mit etwas Kondition, Freude am Entdecken, Funktionsbekleidung und einem Helm (!!!) sind die Touren locker und leicht zu schaffen.

In diesem Sinne. Auf nach Radlfurt.

Für die Kärntentracker
@CristianGemmato

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