Kärnten Blog

Das Goldeck. Hier ist man goldrichtig.

Veröffentlicht am 13. Februar 2014 von

Auf unserer dritten Etappe der Kärntentracker-Tour sind wir in Seeboden am Millstätter See gelandet. Sanft. Sehr sanft. Wir haben nämlich Quartier im Kollers bezogen. Direkt am See. Fast im See. Das Haus hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Design mit einem kleinen Hauch von rustikal. Eigentlich genau mein Stil. In einem späteren Blogbeitrag möchte ich deshalb auf die Vorzüge des Hotel Kollers noch näher eingehen. Eines vorweg: Schon nach dem ersten Schritt hinein spürt man, dass das „s“ hinter den 4 Sternen für „Spitze“ steht. Unsere Aufgabe war es das Goldeck genau unter die Ski zu nehmen. Zusammen mit Katrin Ortner, Marketing Goldeck, sind wir Punkt 9.30 Uhr den Berg hoch gegondelt worden. Das Wetter zeigte sich nicht wirklich von seiner vorausgesagten Seite. Aber die Hoffnung sollte man nie abschreiben – bekanntlich stirbt sie ja ganz zuletzt. Wenn überhaupt. Der „Sportberg Kärntens“ war mir bis dato völlig unbekannt. Außer die abends beleuchtete Gondeltrasse. Auf meinen Ausflügen nach Kärnten ist sie mir schon ein paar mal aufgefallen. Bei Nacht. Von der Tauernautobahn aus gesehen. Ich wusste also nicht viel über den Hausberg von Spittal an der Drau. Und war deshalb umso gespannter.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Kaiserwetter am Goldeck.

Oben erwartete uns gleich mal jede Menge Schnee. Schnee, welcher von den Dächern der Bahnhöfe (von Katrin gelernt) abgeschaufelt werden musste. An die 2 1/2 Meter Schnee liegen teilweise da oben auf den Flachdächern. Ebensoviel auch auf den Pisten. Und natürlich auch abseits. Was mich ja eigentlich am meisten interessierte. Habe ich doch im Internet von den Vorzügen des Goldecks als Freeriding Gebiet gelesen. Doch ich musste zappeln und leiden. Richtig zappeln und leiden. Geduld ist eine Tugend. Und die hat man mir einfach nicht zugeteilt. So ging es zu allererst in den eigens errichteten Bereich für Kinder und Wiedereinsteiger. Zwei neue Schlepplifte – ja, Schlepplifte! – und eine nagelneue Kinderalm (ich nenne es mal so) bieten beste Voraussetzungen für alle, die sich erstmals dem Ski fahren zuwenden und allen, die es wieder versuchen wollen. Hier ist es sonnig und vor allem flach. Was braucht man mehr? Nichts. Gar nichts. Ein freies Zimmer. Idealweise am See. Shuttle Busse gibt es. Und das Material kann locker und einfach im eigenen „Beauty“ Bereich an der Talstation deponiert werden. Wer also wieder zu den Skiern (oder zum Snowboard) greifen möchte, der ist am Goldeck goldrichtig. Ich sage das als ehemaliger Skilehrer. Skianfänger gehören auf die „Bluatwiesn“. Solange sie nicht eigenständig bremsen und Bogen fahren können. Das Goldeck hat die perfekte Bluatwiesn. Neben den Schleppliften für eben erwähnten die Anfänger, die Kinder und die Wiedereinsteiger, bietet das Goldeck zwei 6er SB, einen weiteren Schlepplift und die Goldeck Seilbahn. Ein weiterer Sessellift hat seine Konzession verloren und wartet auf Wiederbelebung. Hauptattraktion sind die zwei 6er SB. Weil den Wintersportlern links, rechts sowie darunter jede Menge gesicherter Skiraum zur Verfügung steht. Präparierte Piste, sowie ein Übungsgelände für Experimente außerhalb. Tiefschnee rockt!

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Powderhänge.

Die Pisten sind breit und mittelsteil – ein Carving Paradies. Normalerweise müsste ich das lieben. Normalerweise. Heute nicht. Mein Kästle FX94 186 wollte und musste ins Gemüse. Endlich. Nach ein paar zusätzlichen Schwüngen gönnten sich Katrin und Christoph meine Pause. Diese nutze ich, um mich auszutoben. Perfekt instruiert von Katrin „Hier verlässt offiziell den gesicherten Skiraum auf deine eigene Gefahr und Verantwortung“ begab ich mich in die Obhut meines LVS-Gerätes und meinem Instinktes. Powder! Was mich unterhalb der Goldeckbahn II (von der Mittelstation zum Gipfel – auch Winterbetrieb) erwartete war der Hammer. Unendliche Weiten. Wer hätte das gedacht. Zuerst das Anfängergelände, dann die Carving Autobahnen und die kleinen Tiefschnee Übungshänge … und jetzt das. Adrenalin pur. Der Blick hinunter auf die Stadt  Spittal an der Drau und von oben beim Sender der Blick auf den Millstätter See. Einzigartig. Stark. Unvergesslich. Die Auffahrt mit der Seilbahn verstärkt dieses Gefühl, hier das Skifahren in seiner ursprünglichen Form neu ausleben zu können. Mit modernerem Material ok. Aber abseits des Mainstreams.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Tiefschnee am Goldeck.

Ein paar (viele) Freeride Freaks waren schon da und zerpflügten jeden cm Neuschnee. „No friends on powder days“? Fehlanzeige. Hier nicht. Man sprach miteinander, man unterhielt sich untereinander und man unterstützte sich gegenseitig. Vielleicht wurde die eine oder andere Megaline nicht verraten, was ich auch verstehe. Der Tenor war aber offen und kollegial. Wenn es nach mir gegangen wäre … ich weiß nicht, ob ich noch oben wäre. Man muss halt aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ober wenn man keine Zeit mehr hat. Ich musste mich wieder mit Katrin und Christoph treffen. Bei der Mosthüttn haben wir dann die kulinarischen Seiten des Goldecks kennen gelernt. Ich sag nur eins: Bradlfett. Deftig. Saftig. Gschmackig. Hat mir zumindest Katrin erzählt. Gekostet habe ich es nicht. Ja das Goldeck. Ein Skiegebiet, welches mich echt überrascht hat. Klein. Übersichtlich. Eigentlich auch sehr anspruchsvoll. Wobei das jetzt nicht im Vordergrund steht. Das Motto der Region rund um den Millstätter See ist ein anderes. Nämlich Begegnung. Begegnung für zwei. Begegnet bin ich vielen. Vor allem Freeridern.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Sonnenaufgang am Millstätter See

Einzigartig ist der Kontrast zwischen dem idyllischen Millstättersee, der schnuckeligen Stadt Spittal an der Drau und dem riesigen Berg. So was gibt es in Österreich nicht. Deshalb kann und muss ich die Region um den Millstättersee kräftig empfehlen. Video von unserem Skitag am Goldeck hier. PS: weil es so schön war, hat uns Marcus Wadsak, ORF Wetterchef gleich in sein ZIB Wetter auf ORF2 gebracht. Dass dabei das Goldeck an den Millstätter See verfrachtet wurde, obliegt nicht an uns.

 

 

Für die Kärntentracker @CristianGemmato. Teilen erwünscht. Liken erlaubt.

Weitere Bilder:

foto dr crisitan gemmato - www.gemmato.com

Kaiserwetter am Goldeck.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Die Mosthüttn

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Schneespektakel.

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

foto dr cristian gemmato www.gemmato.com

Badehaus Millstatt

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Millstätter See

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Erwachsene Kinder

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Freeriding Goldeck

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

Freeriding Goldeck

foto dr cristian gemmato - www.gemmato.com

6er SB.

Ihnen gefällt dieser Beitrag? Empfehlen Sie ihn weiter!

Karte

Tag Cloud

Ausflug Ausflugsziel bad kleinkirchheim Berge Essen Faaker See gailtal gasthaus golf heiligenblut Hohe Tauern hotel hotels katschberg Kinder klagenfurt klopeiner see ktr14 kulinarik Kulinarik & Gastronomie Kulinarik & Gastronomie kultur kunst Kärnten kärntentracker Millstätter See mountainbike mölltaler gletscher Nassfeld nationalpark hohe tauern nockberge ossiacher see pörtschach rad restaurant Rosental see ski skifahren Sport trinken Urlaub velden Veranstaltung villach Wandern weissensee Wellness wörthersee Österreich