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Familienausflug zur Burg Hochosterwitz

Veröffentlicht am 04. September 2016 von

Eines der schönsten Ausflugsziele Kärntens, die Burg Hochosterwitz in der Gemeinde Launsdorf, kann bis Ende Oktober besichtigt werden. Zu Recht gehört dieses ganz besondere Ausflugsziel in der Region Längsee-Hochosterwitz zu den Top 10 in Kärnten, denn ein Besuch verbindet viele unterschiedliche Erlebnisse miteinander.

Den Fußmarsch bereits beim untersten Parkplatz (gegenüber Gasthof Zur Maultasch) zu beginnen, ist für einen Familienausflug sehr empfehlenswert, da es auf dem Weg sehr viel zu entdecken gibt.

Hier bewegt man sich ein wenig an der frischen Luft, umgeben von der Natur der Region Längsee-Hochosterwitz und der Geschichte dieser Burg, die einem aus den uralten Mauern entgegen zu blicken scheint.

Obwohl ein Lift zur Burg vorhanden ist, sollte man auf keinen Fall den Aufstieg durch die 14 geschichtsträchtigen Tore verpassen, die den Burgweg schirmen. Das Fähnrichtor (1575) ist mit zwei überlebensgroßen Fahnenschwingern verziert, eine Fahne in den Landesfarben rot und weiß und eine im Schwarz-Gelb der Khevenhüller.

Wie kurzweilig der Marsch bergauf doch sein kann, wenn man mit dem Kind gemeinsam Geschichten über das Leben der Ritter und Hexen spinnen kann. Bei Tor Nummer 7 handelt es sich um das mit grünem Schiefer eingerahmte Khevenhüllertor, geschmückt mit einem Löwenkopf und einem Relief, das den Erbauer der Burg Georg II. von Khevenhüller zeigt.

Der Weg zur erstmals im Jahr 860 urkundlich erwähnten Burg Hochosterwitz führt durch bereits genannte 14 Tore, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das aufwändig gestaltete Khevenhüllertor trägt den Namen des Erbauers der Burg, Georg II. von Khevenhüller, und wurde mit einem Löwenkopf und dem Relief des Erbauers verziert.

Teils führen Brücken von den Toren über Tiefe Gräben, teils sind die Tore mit Fallgittern ausgestattet oder beherbergen alte Waffen als Schaustücke in ihrem Inneren. Das Landschaftstor (Tor Nr. 8) wurde über einer Felsenschlucht erbaut und muss aus diesem Grund über eine Brücke passiert werden. Wenn man nicht schwindelfrei ist, sollte man sich gut überlegen, ob man einen Blick hinunter riskiert.

Um die Restaurierung von Möbeln, Fenstern und Türen kümmert sich die burgeigene Tischlerei. Die Familienschmiede Schmidberger kümmert sich um die Waffen und Rüstungsteile auf der Burg. Die erstmals 926 n.Ch. urkundlich erwähnte Kirche liegt ebenso am Weg wie das Hexenhaus, an dessen Feuerstelle es sich sehr gut rasten lässt.

Ein Nachmittag im Reich der Ritter, Hexen und Burgfräulein samt herrlicher Aussicht und Bewegung, mehr braucht es nicht für einen perfekten Tag.

Etwa auf Höhe des Kirchturmes findet man unter dem Kulmertor einen wunderschönen Burggarten, der zum Verweilen einlädt. Der Garten wird vom Gärtner gepflegt, der sich bereits seit 40 Jahren darum kümmert, dass die Rosen und Fuchsien dieses Kraftortes so schön gedeihen.

Im Kulmertor, dem letzten Tor zur Burg Hochosterwitz, führt der Burgweg in einer 90 Grad-Biegung nach links in den Zwinger vor der Burg. Vorbei an einer alten Kanone, die sich in der Biegung des Weges befindet, gelangt man zur eigentlichen Burg, die über eine eigene Schmiede verfügt.

Hier kümmert sich die Familienschmiede Schmidberger, deren gemeinsame Geschichte mit der Burg Hochosterwitz bereits 450 Jahre dauert, um die Waffen und Rüstungsteile der Burg. Hans Schmidberger ist weltweit der letzte Fachmann für antike Schmiedekunst und wurde sogar vom Vatikan beauftragt, die päpstliche Schweizer Garde mit neuen Harnischen zu versehen.

Im Museum befindet sich die Rüstkammer mit Stangenwaffen, Gewehren, Pistolen, Pulverfässern, Helebarden, Kanonen, Rüstungen und Osmanischen Waffen. Hier findet man aber auch Bilder, Schriften, Bücher, römische Steinzeitbodenfunde und Waffen aus dieser Zeit.

Ein schöner Besuch auf der Burg Hochosterwitz hat spätestens dann ein Ende, wenn die Sperrstunde gekommen ist und man wieder den Heimweg antreten muss. Doch auch den Weg zurück zum Parkplatz kann man mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen.

Tipp: Wer sich einen schönen Tag im Oktober machen will, hat noch bis 31. Oktober die Chance, die schöne Burg Hochosterwitz zu besuchen. Danach geht es für die Burgleute zum Krafttanken für die neue Saison in den wohlverdienten Urlaub.

 

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